Hindelwangen, St. Michael Hoppetenzell, St. Georg Mainwangen, St. Peter und Paul
Bericht | Wandergottesdienst Grünenberg
19.10.2026 |
Impulse auf dem Weg, Eucharistiefeier am ehemalige Klosterplatz
Am 11. Oktober machte sich eine rund 25-köpfige Wandergruppe von der Kirche St. Leonhard in Weiler auf den Weg zum ehemaligen Kloster Grünenberg und feierte am ehemaligen Klosterplatz angekommen eine Eucharistiefeier.
Von Martin Oechsle
Auf dem gemeinsamen Weg wurden an mehreren Stationen abwechslungsreiche Impulse gegeben. Beispielsweise die Fragen, wie unsere Sinne uns die Wunder der Natur wahrnehmen lassen oder wie wir mit schwierigen Lebenssituationen umgehen können. Dabei standen nicht nur geistliche Impulse im Vordergrund, sondern auch gemeinsame Lieder wie „Mein Weg ist mein Weg“ von Klaus Hoffmann. Diese Anregungen luden nicht nur zum Nachdenken ein, sondern auch zum gemeinsamen Reflektieren in den anschließenden Gesprächen. Es war kein stilles Wandern, sondern ein gemeinsames Unterwegssein mit offenem Austausch.
Am ehemaligen Klosterplatz angekommen wurde eine Eucharistiefeier begangen. Auch wenn dort heute nur noch ein symbolisches Steinkreuz an die frühere Klosteranlage erinnert, ist die besondere Ausstrahlung dieses Ortes weiterhin spürbar. Im Schatten des Grünenbergs entstand eine ruhige und zugleich dichte Atmosphäre, die im gemeinsamen Gebet dazu einlud, sich von diesem kraftvollen Ort inspirieren zu lassen. Bevor die Wandergruppe den Rückweg antrat, gab es einen Apéro in geselliger Runde, der den Ausflug stimmungsvoll ausklingen ließ.
Der Grünenberg ist nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch historisch bedeutsam. Über Jahrhunderte war dieser Ort mit klösterlichem Leben verbunden und steht bis heute für gelebte Glaubensgeschichte auf der Höri. Um 1280 als eine Einsiedlerklause in der Nähe der Burg Grünenberg gegründet, entwickelte es sich zu einem Frauenkloster welches sich der Verehrung der Seligen Elsa widmete. In weltlicher Hinsicht blieb das Frauenkloster bescheiden und war stark von der Pfarrei Horn abhängig. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster aufgehoben und 1830 wurde das letzte Klostergebäude abgetragen.
Ein herzlicher Dank gilt allen, die diesen Wandergottesdienst vorbereitet und begleitet haben – von der inhaltlichen Gestaltung der Stationen über die liturgische Feier bis zur Organisation des Apéros vor Ort. Ebenso danken wir allen Besuchern für ihr Mitwandern und ihre Offenheit im Gespräch, die trotz des kühlen Herbstwetters diesen gemeinsamen Wandertag zu etwas ganz Besonderem gemacht haben.